Ziel des Planspiels ist es, den Schülern zu zeigen, wie Kommunalpolitik funktioniert, was im Stadtrat passiert und wie man eigene Ideen in die Politik einbringt. Die Initiative basiert auf Studien, die zeigen, dass sich Jugendliche besonders für Themen interessieren, die sie direkt betreffen – also für die Kommunalpolitik. Das Planspiel macht Politik für Schülerinnen und Schüler konkret erlebbar.
Nach anfänglichen Erklärungen wurden die Schüler der 10a – in der tatsächlich nur Jungs sind – in Gruppen aufgeteilt, die den Stadtreferaten entsprechen: Umwelt und Gesundheit, Schule und Sport, Jugend, Familien und Soziales, Planung und Bau, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Kultur und Stadtmarketing. In den Referaten sollten sie dann Vorschläge für Verbesserungen in der Stadt machen. Die Vorschläge, die in den einzelnen Gruppen entstanden, wurden im Plenum präsentiert. Danach gingen unsere Schüler wieder in die Gruppen, die dieses Mal wie Fraktionen funktionieren sollten: Sie sollten sich als Fraktion gegenüber den Vorschlägen der verschiedenen Referate positionieren. Dabei wurden Fragen gestellt und diskutiert, wobei sie auch die Unterstützung der amtierenden Stadträtin Helmine Buchsbaum (CSU) und des Stadtrats Paul Arzten (Grüne) erhielten.
Am Ende trafen sich die Schüler wieder im Plenum, um die Vorschläge zu diskutieren und darüber abzustimmen. Wie in der Politik üblich, gab es sehr unterschiedliche Meinungen. Unsere Jungs haben toll mitgemacht, viele Vorschläge präsentiert und bei den Diskussionen gute Argumente geliefert. Am Ende wurden sie von den Organisatoren für ihr Engagement gelobt.
Zwischendurch kam Oberbürgermeister Marcus König und führte ein Gespräch mit seinen Gästen aus der Adolf-Reichwein-Schule. Dabei hat er ihnen erklärt, welche Rolle ein Bürgermeister hat, wie sein Alltag aussieht und viele Fragen der Schüler beantwortet.
Die Klasse 10a konnten an diesem Nachmittag erleben, wie Kommunalpolitik funktioniert und haben so besser verstanden, warum manche scheinbar einfachen Lösungen doch nur kompliziert umzusetzen sind. Sie konnten auch nachvollzoehen, wie wichtig es ist, dass viele Stimmen gehört werden, damit vermeidbare Fehler bei der Verwaltung öffentlicher Ressourcen tatsächlich vermieden werden.
Wir bedanken uns auch bei der Stadt Nürnberg für diese tolle Initiative.